Ratgeber

Fast-Food-Preise richtig vergleichen

Filialpreis, Lieferpreis und UVP sind nicht dasselbe. Diese Checkliste zeigt dir, worauf du beim Vergleichen achten solltest.

Preis ist nicht gleich Preis

Du suchst den Preis für einen Burger oder ein Menü und findest drei verschiedene Angaben? Das muss kein Fehler sein. Entscheidend ist, welche Art von Preis du vor dir hast und für welchen Standort er gilt.

Bei Fast-Food-Ketten solltest du vor allem zwischen diesen drei Angaben unterscheiden:

PreisartWas bedeutet sie?Worauf solltest du achten?
UVPEine unverbindliche Preisempfehlung der MarkeSie gilt nicht automatisch in jedem Restaurant.
FilialpreisDer Preis in einem bestimmten RestaurantStandort und Zeitpunkt gehören immer zur Angabe.
LieferpreisDer Produktpreis in einem LieferkanalLiefergebühr, Servicekosten und Pfand können zusätzlich anfallen.

UVP: eine Empfehlung, keine Preisgarantie

Eine UVP ist ein guter Orientierungspunkt, aber kein bundesweit garantierter Kassenpreis. McDonald’s kennzeichnet die Preise der McSmart-Menüs auf der offiziellen McSmart-Seite ausdrücklich als unverbindliche Preisempfehlungen und weist auf teilnehmende Restaurants hin.

Für dich heißt das: Wenn eine Seite nur eine UVP nennt, sollte sie nicht so tun, als wäre das automatisch der Preis in jeder deutschen Filiale.

Filialpreis: nur mit Ort und Datum wirklich hilfreich

Ein konkreter Filialpreis ist aussagekräftiger, wenn du weißt, wo und wann er geprüft wurde. Ohne Restaurant, Adresse oder wenigstens Stadt lässt sich die Angabe später kaum nachvollziehen.

Auf MenüPreis.de nennen wir deshalb bei konkreten Beispielen den Standort, den Bestellkanal und das Prüfdatum. Die McDonald’s-Preisliste und die Burger-King-Preisliste zeigen zum Beispiel klar gekennzeichnete Lieferpreise aus jeweils einer Berliner Filiale. Diese Werte sind echte Preisbeispiele, aber kein erfundener Deutschland-Durchschnitt.

Lieferpreis: Produktpreis und Endsumme trennen

Bei einer Lieferbestellung ist der angezeigte Produktpreis nicht zwingend die komplette Endsumme. Je nach Plattform und Bestellung können weitere Positionen auftauchen, etwa:

  • Liefergebühr,
  • Servicegebühr,
  • Mindestbestellwert oder Kleinbestellzuschlag,
  • Pfand auf Getränkeverpackungen.

Darum vergleichen wir Produktpreise getrennt von zusätzlichen Bestellkosten. Für einen fairen Vergleich solltest du auf beiden Seiten denselben Kanal verwenden: Lieferpreis mit Lieferpreis oder Filialpreis mit Filialpreis.

Die kurze Checkliste für einen fairen Vergleich

Bevor du zwei Preise vergleichst, prüfe diese sechs Punkte:

  1. Dasselbe Produkt: Name und Variante müssen übereinstimmen.
  2. Dieselbe Größe: Kleine und große Menüs sind nicht direkt vergleichbar.
  3. Derselbe Bestellkanal: Restaurant, App und Lieferdienst können unterschiedliche Preise zeigen.
  4. Derselbe Zeitpunkt: Aktionen und Speisekarten ändern sich.
  5. Zusatzkosten getrennt: Liefergebühr und Pfand gehören nicht zum reinen Produktpreis.
  6. Quelle vorhanden: Ein nachvollziehbarer Link ist besser als eine angebliche Durchschnittszahl ohne Beleg.

Woran du eine belastbare Preisangabe erkennst

Eine gute Preisangabe beantwortet mindestens vier Fragen: Was kostet es, wo gilt der Preis, über welchen Kanal wurde er gefunden und wann wurde er geprüft? Fehlt dieser Kontext, solltest du den Wert nur als grobe Orientierung behandeln.

Besonders vorsichtig solltest du bei Formulierungen wie „bundesweit garantiert“, „Durchschnittspreis“ oder „überall gleich“ sein, wenn keine nachvollziehbare Datengrundlage genannt wird.

Unsere verwendeten Quellen

Für die beiden großen Burgerketten nutzen wir offizielle Produkt- und Aktionsseiten sowie klar benannte Lieferangebote:

Die konkreten Lieferangebote wurden zuletzt am 28. August 2026 geprüft. Aktuelle Preise können sich danach ändern; im Zweifel zählt immer die Anzeige des ausgewählten Restaurants vor deiner Bestellung.